21.09.2003 28.09.2003 05.10.2003
22.09.2003 29.09.2003 06.10.2003
23.09.2003 30.09.2003 07.10.2003
24.09.2003 01.10.2003 08.10.2003
25.09.2003 02.10.2003 09.10.2003
26.09.2003 03.10.2003
27.09.2003 04.10.2003
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Reiseteilnehmer:

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Martina Biedermann Regula Burkhard
Lukas Furer Agnes Hodel
Katharina Jost Luca Knaupp
Reto Schumacher Madeleine Schwendimann
Miranda von Niederhäusern Simona von Niederhäusern
Marlene Scherschlicht Christine von Steiger
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Sonntag, 21.9.03

Naja, eigentlich begann es ja schon am Samstag... Am Nachmittag sammelten wir das Gepäck aller Reisenden ein und brachten es nach Thun zum Bahnhof. Christine allein hatte für die Schule 10 Gepäckstücke bereitstehen - dazu noch die privaten Koffer jedes Einzelnen. Der Pferdetransporter wurde voll und voller - und am Bahnhof staunten sie nicht schlecht, als wir mit unserer Riesenladung ankamen. Besonders das Spielhaus für den Kindergarten (Gepäckmass: 2 Stück à je 150x150x 50cm) wurde bewundert. Noch nie sei von hier jemand grad mit Eigenheim in die Ferien gereist! *g* Zuerst war langes Überlegen, ob das Riesending überhaupt mit kann, weil es ja auf keinem Palett Platz hat - aber dann entschlossen sie sich, es zu schicken - allerdings nicht ohne Bern und Genf telefonisch zu avisieren, dass dieses Ferienhäuschen wirklich auf den Flieger nach Ecuador sollte.... Der Check-in brauchte fast eine Stunde, aber dann konnten wir bereits mit unseren Platzkarten nach Hause gehen.

Sonntagmorgen um 4.00h trafen wir uns beim Schulhaus Burgiwil. Man sah schon, dass die meisten Leute nicht lange geschlafen hatten in dieser Nacht ;-). Drei Autos brachten uns nach Bern und mit der dort dazukommenden Regula war die Gruppe dann komplett. Der erste Bummelzug fuhr uns nach Neuchâtel, wo wir in den Schnellzug nach Genf umsteigen konnten. Die Stimmung war kribbelig und lustig - alle waren wach und aufgekratzt. Das grosse Abenteuer hatte endlich begonnen! :-)

Aber bis zu den richtigen Abenteuern mussten noch ein paar Kilometer Wegstrecke hinter uns gebracht werden! In Genf gings reibungslos durch die Zollkontrolle und das Flugzeug startete mit nur wenig Verspätung Richtung Madrid. Dort hatten wir eineinhalb Stunden Aufenthalt. Während dieser Zeit sollte die zweite Begleitperson, Marlene Scherschlicht, aus Portugal kommend zu uns stossen. Wir warteten und warteten - aber sie kam nicht. Endlich, wir waren schon am Gate, kam die SMS, sie sei eben gelandet - ihr Flugzeug hatte eine halben Stunde Verspätung. Eigentlich kein Problem, der Transit in Madrid ist nicht sehr gross und sehr übersichtlich. Nur: das Flugzeug aus Portugal kam auf dem nationalen Flughafen an - und die arme Marlene musste einen rekordverdächtigen Marathon durchs ganze Flughafenareal laufen, bis sie nur schon zum internationalen Teil kam. Wir waren schon im Flugzeug, als sie erst durch die Zollkontrolle (wenn man in Eile ist natürlich immer mit vier langen Schlangen davor) kam. Das Flugzeug stand weit auf dem Flugfeld draussen - die Leute wurden mit Bussen hingebracht. Im allerletzten Bus, mit nur noch sechs Nachzüglern drin, kam sie dann endlich an - verständlicherweise aus der Puste und ziemlich entnervt. Daraufhin warteten wir noch dreiviertel Stunden, bis das Flugzeug endlich die Starterlaubnis bekam....
Der Flug ist lang und langweilig. 11 Stunden waren wir in der Luft und mussten die Zeit irgendwie vertun. Aber da keiner unterwegs aussteigen konnte, hielten alle durch bis Quito *g*. Der Anflug längs über die ganze Stadt war spektakulär wie immer, obwohl der Pilot heute eine Einflugschneise benutze, bei der er nicht grad zwischen den Hochhäusern der Stadt durchflog. Um 16.45 landete die Maschine. Bis wir aber aus dem Flughafengebäude raus waren, dauerte es knapp eine Stunde. So lange brauchten wir um unsere Siebensachen - sprich 24 Gepäckstücke - einzusammeln. Alles war da - mit Ausnahme des hübschen Eigenheims :-(. Madrid hatte Quito aber schon avisiert, dass das Unding liegengeblieben sei und am nächsten Tag mitgeschickt würde. Wir können aber nicht warte, bis das nächste Flugzeug ankommt. Also verabredeten wir, dass die IBERIA die zwei Gepäckstücke nach Tena schickt. Hójala! Ich glaubs erst, wenn ich sie sehe *g*.
Durch die Zollkontrolle waren wir schnell durch. Weil das Material für eine Schule ist, wurde nichts kontrolliert. Draussen wartete schon ein Kleinbus auf uns, der tatsächlich mit Hängen und Würgen alles Gepäck und alle Leute aufnehmen konnte! Im Hotel dann erwartete uns eine sehr freundliche Gastgeberin, die noch Saft und Pizza servierte, bevor alle vor Müdigkeit vom Stühlchen und direkt ins Bett fielen.... :-)

Montag, 22.9.03

Entgegen der allgemeinen Befürchtung blieb es bis morgens um 6 Uhr still in den Zimmern ;-). Wir alle schliefen nach der langen Reise gut und erstaunlich lang - wirkt doch in den ersten Tagen noch der Jet-Lag, dh. wir sind der ecuadorianischen Zeit um sieben Stunden voraus. Normalerweise erwacht man so zwischen 3 und 4 Uhr morgens und ist topfit - nach unserer inneren Uhr ist dann ja schon 10 oder 11 Uhr. Aber alle konnten sich nochmals umdrehen und weiterschlafen bis sechs. Dann aber wurden auch die Langschläferigsten munter....
Franziska wartete bereits mit einem wunderbaren reichhaltigen Frühstück auf uns - und wir konnten eine gemütliche Stunde lang essen und schwatzen. Dann aber mussten die Autos gepackt werden. Reno hatte sich entschieden, für die lange Fahrt nebst dem Bus noch einen Jeep zuzumieten. Wir luden also auf, verabschiedeten uns von Franziska und fuhren los.
Eine gute Stunde braucht man, bis man aus Quito raus und auch durch die Agglomerationen Cumbaya und Tumbaco durch ist. auf dieser Strasse herrscht noch viel Verkehr. Schwenkt man dann aber in Pifo gegen den "Paso de la Virgen" ein, so ist man meist ganz allein unterwegs. Nach dem Gstürm der grossen Stadt fällt einem die Ruhe draussen noch viel mehr auf. Lang zieht sich die Strasse den Andenketten entlang - und immer höher und höher klettern die Fahrzeuge. Der Pass liegt auf 4200müM - die Luft ist hier dünn und die Autos, normalerweise auf die Höhe von Quito (2800m) eingestellt - bekommen fast keine Luft mehr und können nur sehr langsam fahren. Auffällig bei dieser Bergfahrt sind die sanften Konturen dieses uralten Gebirges. Obwohl aus ähnlichem Gestein und viel höher als unsere Alpen, sieht man kaum einmal schroffe Zacken oder spitze Formationen. Einige Millionen Jahre länger Wind und Wetter ausgesetzt, sind alle Spitzen abgeschliffen und einer weichen Hügellinie gewichen. Dazu kommt noch, dass wegen der Wärme am Aequator die Schneegrenze erst auf 4800m liegt und sogar die Passhöhe hier noch grün bewachsen ist.
Kaum hat man diese Passhöhe überwunden, geht es wieder in flotterem Tempo voran. In einem Zug führt die Strasse runter in die Ebene vor Tena - rund 3800m Höhendifferenz, die in knapp zwei Stunden überwunden wird. Auf dieser Seite der Berge zeigt sich eine völlig andere Vegetation. Hier steigen jeden Morgen die feuchtwarmen Winde aus dem Amazonasurwald auf und Treffen in der Höhe auf die kühlen Bergwinde des westlichen Hochtals. Die Kondensation führt zu einer permanenten Nebellage, woher der Wald auch seinen Namen "Nebelwald" erhielt. Zwar kühl, aber immer feucht, bildete sich hier ein Bergurwald, der, immer durchzogen von Nebelbänken, eine ganz geheimnisvolle, fast geisterhafte Stimmung aufkommen lässt.... Nur dreimal begegnet man ein bisschen Zivilisation: zuerst in Papallacta, einem Bergdorf mit heissen Quellen, Thermalbädern und einem Elektrizitätswerk, dann in Baeza, wo sich die Strassen von Tena und Coca zusammenkommen und später noch in Cosanga, ab wo bereits die Andenausläufer beginnen. Das Klima wird immer wärmer und feuchter. In der Ebene angekommen geht die Fahrt immer noch eine Stunde durch kultiviertes Urwaldgebiet mit Bananen-, Kaffee-, Kakao-, Mais- und Maniokpflanzen, bis man endlich Tena erreicht. Dort machten wir Rast fürs Mittagessen, kauften noch Farbe ein, tankten die Fahrzeuge und machten uns auf die letzte Strecke der Reise....
Kurz nach Tena erreichten wir den Napo, einen der zwei Quellflüsse des Amazonas - schon hier ein riesiger Fluss, den wir über eine Hängebrücke überquerten um ihm dann weiter flussabwärts zu folgen. Noch eine Stunde dauerte die Fahrt - auf der man sowohl an den Menschen wie auch den Häusern erkannte, dass man sich jetzt gänzlich im Indianergebiet befindet - dann machte die Strasse eine letzte Biegung - und war zu Ende. Wir waren am Hafen von Ahuano La Punta angelangt. Nur drei Boote lagen da - manch einer fragte sich wohl, ob die ausreichen würden, um all unser Gepäck und die 13 Personen zu transportieren. Wir luden ein - und siehe da, nur eines der Kanus wurde voll.... Schwer beladen zwar, aber sicher (ich habe in den letzten 15 Jahren noch nie erlebt, dass ein Kanu kenterte) fuhren wir noch weiter flussabwärts. Die Vegetation, der Fluss, die Wärme, der Geruch - JETZT waren wir wirklich im Urwald! :-)))
Eine halbe Stunde dauerte die Fahrt, vorbei am Dörfchen Ahuano, hinein in den Nebenfluss Arajuno, bis wir den Amazoonico erreichten. Hier erwartete uns schon ein Empfangskommitee von Affen, die sich sehr für unser Gepäck und die Neuankömmlinge interessierten ;-). Fast alles wurde ausgeladen - das Boot fuhr dann noch weiter zum Indianerhotel Runa Huasi, wo vier der Schüler übernachten, weil in unserem Haus zuwenig Platz für 12 Personen ist. Das Gepäck wurde zu den Häusern hinaufgetragen, die Zimmer bezogen - und dann stürzten sich alle in die Badehose um in der letzten Abendsonne noch ein Bad im Fluss oder eine Dusche am Wasserfall zu nehmen.
Schnell und wenig spektakulär verabschiedet sich die Sonne - bereits um 18.30 ist es Nacht. Jetzt beginnt die Zeit der Urwaldsänger.... :-) Ist es am Tag im Wald ziemlich ruhig, so beginnt mit dem Einsetzen der Dunkelheit ein Zirpen, Pfeifen, Zwitschern, Singen, Quaken, Heulen ... die Nacht erwacht :-).
Auch in unserm Haus war noch ein Weilchen Geplauder und Gelächter zu hören, bis sich um 19.30 ;-) auch die letzten zurückzogen und unter dem Eindruck meiner Erzählungen vom Volk der Huaoranis, den Kannibalen, die ein paar Kilometer hinter uns wohnen, friedlich einschliefen... *g*.


Dienstag, 23.9.03

Die Nächte bei uns im Urwald sind sehr angenehm. Weil der Rio Napo relativ kaltes Wasser aus den Bergen mit sich bringt, geht die Temperatur nachts auf ca. 22° C runter. Man braucht eine leichte Decke zum Schlafen, sonst könnte man sogar frieren!
Nach dem frühen Zubettgehen am Vorabend fiel das Aufstehen um 7 Uhr natürlich leicht. Das Frühstück bestand nur aus Haferflöckli, Zucker und Milch, weil wir noch kein Brot gebacken hatten. Aber auch das schmeckte. Danach wollten wir eigentlich die Schule besuchen, aber es dauerte noch ein Weilchen, weil Angelika krank war und Marlene und Christine sich um sie kümmern mussten. Dann aber konnten wir erstmals zur Schule aufsteigen und das Schulhaus und die Schüler besichtigen :-). Die freuten sich unheimlich über unser Kommen! Sie hatten eine kleine Vorführung einstudiert: Zuerst sangen sie uns zwei Lieder zur Begrüssung, dann spielten einige von ihnen auf der Blockflöte - naja, es waren zwar erst zwei Töne *g*, sie hatten erst drei Lektionen Unterricht, aber unser Applaus motivierte sie ganz sicher zum weiterlernen :-). Mitten im Zimmer war ein Kasperlitheater aufgebaut, und da spielten immer zwei der Kinder ein Theäterchen auf Deutsch mit Fingerpuppen vor. Es war lustig und wunderschön! :-) Wir bedankten uns und verabschiedeten uns wieder, damit der Unterricht normal weitergehen konnte.
Draussen besichtigten wir unsern Arbeitsort und legten fest, in welcher Reihenfolge und mit welchem Zeitplan die Arbeiten getan werden mussten. Dann machten sich die Mädchen schon mal dran, erst mit Drahtbürsten, dann mit Wasser und weichen Bürsten die Wand zu säubern. Da wir noch kein Baumaterial hatten, halfen die Jungs noch bei ein paar Arbeiten im Haus und machten sich dann auf, das Gepäck aus Runa Huasi zu holen, da sie vorläufig im Haus von Remigio wohnen konnten.
Um die Mittagszeit waren beide Gruppen fertig und konnten in der Volontärsküche Essen gehen. Eine feine Rüeblisuppe, Huhn mit Reis und Salat, das schmeckte allen :-).
Am Nachmittag arbeiten wir nicht. Kaum war die Stunde Verdauungspause vorbei, packten sich alle eine der von Christine mitgebrachten Schwimmnudeln und spazierten ins Runa Huasi, von wo wir dann den Arajuno runter bis zum Amazoonico schwammen - eine herrliche Erfrischung in der heissen Nachmittagszeit. Dann war Faulenzen auf der Terrasse angesagt. Leider sind da nur drei Hängematten ... aber man konnte sich auch anders behelfen. Christine und Reto reparierten die Lichtinstallationen, die beim Küchenumbau im Sommer ziemlich durcheinander geraten waren - und schon bald funktionierte sowohl die Esszimmerlampe, wie auch Küchen- und Badlampe einwandfrei. Noch einmal gingen alle im Fluss Baden und/oder am Wasserfall duschen - ausser Christine, die mit den Lehrern das neue Material sortierte - dann wurde es auch schon wieder dunkel.
Da wir nun zwölf statt acht Personen zum Essen sind, reichte der Esszimmertisch nicht aus und wir mussten in der Zooküche kochen und essen. Agnes, Miranda und Simona zauberten uns ein gutes Z'Nacht mit Spaghetti, Bolognesesauce und Salat, das alle sehr genossen - dann gingen wir zu Bett und schliefen nach diesem anstrengenden Tag ;-) ganz schnell ein.

Mittwoch, 24.9.03

Um 6 Uhr begann der erste richtige Arbeitstag. Auf dem Tisch stand das Frühstück bereit - und nach und nach kam jeder mal vorbei zum Essen. Um 8 Uhr dann machten sich die Mädchen auf um schon mal die Zeichnungen auf die Wand zu skizzieren. Die Jungs gingen mit Marlene und Christine in die Liana Lodge um Holz zu holen. Eine halbe Stunde mussten sie durch den Urwald gehen - und merkten dabei, warum auch bei trockenem Wetter hier jedermann Stiefel trägt *g*. Wegen dem lehmigen Boden hat es immer wieder Sumpflöcher, die niemals austrocknen - und je mehr Leute da schon durchgegangen sind, desto matschiger wird die Stelle. Völlig verdreckt kamen wir im Hotel an und mussten uns erst mal am Fluss zivilisieren. Dann aber konnten wir beim Schreiner da Holz aussuchen, das wir brauchten, und er half, es in ein Kanu zu tragen. Die Rückfahrt im Boot ging natürlich flotter ;-) - aber dann musste alles Holz auf dem Buckel vom Fluss in die etwa 80 Höhenmeter höher gelegene Schule getragen werden - ein kleines Müsterli dafür, wie mühsam und arbeitsintensiv hier ein Hausbau ist, wenn man keinerlei Transportmittel zur Verfügung hat.
Oben angekommen sahen wir, dass die Mädchen bereits dabei waren, Farben zu mischen. die Bilder waren zwar noch nicht fertig skizziert, aber sie hatten sich entschlossen, erst mal den ganzen Hintergrund zu malen, bevor sie in die Detailarbeit gingen. Die ersten grünen Farbkleckse erschienen auf der Wand ... hmm, mal sehen was draus wird ...
Die Jungs trugen weiter Material nach oben und Marlene und Christine gingen ins Haus um Brot zu backen.
Zur Mittagszeit zeigte sich das Schulhaus bereits in einem neuen Outfit :-). Die grüne Wand war total im Urwaldlook - und die Jungs hatten noch Zeit gefunden, die Eingangswand weiss anzustreichen. Sehr hübsch sah alles aus und liess Spannung auf das Weitere aufkommen :-).
Aber nicht nur die Schulhauswand hatte ein neues Outfit *g* - alle Mädchen hatten topmodische grüne Hände ... und dummerweise war der hiesige Pinselreiniger nicht sehr hautfreundlich, dh, er brannte ganz fürchterlich und die Reinigung der Hände wurde zu einer rechten Qual. Erst als noch Sand zur Hilfe genommen wurde, gelang es, die Farbe richtig runter zu kriegen.
Nach dem Mittagessen (Reis mit Thonsalat) war ein Besuch in Ahuano angesagt. Pünktlich um 13.30 kam das bestellte Kanu und brachte uns in das eine halbe Stunde entfernte Dorf. Dort stiegen wir durch die ärmliche Dorfstrasse hinauf zur "Telefonzentrale" - Ahuano besitzt eine einzige Telefonleitung, die für das ganze Dorf reicht! Aber zudem ist sie internettauglich - und Christine konnte von hier ihre Mails abschicken und das Tagebuch aktualisieren. Dann gingen wir weiter zum Hotel "Casa del Suizo". Das ist fast einen Kulturschock, wenn man vom Dorf draussen in die Hotelanlage kommt. Hübsche Häuschen, eine grosse Terrasse hoch über dem Fluss mit einem grossen Pool, Liegestühlen, Tischchen und einer Bar... Da liessen wir es uns den ganzen Nachmittag gut gehen - badeten im Pool, faulenzten in den Liegestühlen, tranken Piña Colada und ruhten uns von unseren stressigen Ferien aus ;-).
Um 17.30 fuhren wir dann wieder nachhause - grad früh genug, um an unserem Wasserfall noch eine Urwalddusche zu nehmen um den Zivilisationsdreck abzuwaschen ;-) - dann wurde es dunkel und wir warteten, bis Regula und Martina das Nachtessen zubereitet hatten (Hamburger mit Reis, Salat konnten wir mangels Essig leider keinen machen...). Alle assen mit Vergnügen - und dann sassen wir noch lange zusammen und plauderten und lachten, bis nach und nach einer nach dem andern ins Bett verschwand. um 21 Uhr war alles still und schlief :-).
(Man bemerke, es wird jeden Abend ein bisschen später - der Jet-Lag wächst sich langsam heraus ;-))